Müllsituation in Gronau - Ein Gastbeitrag von Christian Jüttner

Die Müllsituation an den Standorten hat sich zwar verbessert, aber es besteht immer noch erheblicher Handlungsbedarf

Eine nicht endende Story ist die Müllsituation an den über das ganze Stadtgebiet verteilten Sammelbehältern, die auch eifrig genutzt werden.

Ob Glas, Papier oder Altkleider, die Kommune hat die Voraussetzungen geschaffen, dass dieses alles entsorgt werden kann. Sie hat die Flächen ordentlich hergerichtet und die Behälter sind gut und für jeden zugänglich aufgestellt.

Außerdem gibt es den Wertstoffhof, wo jederman, der in Gronau wohnt, sein Glas, Papier oder Grünabfälle entsorgen kann. Papier (Karton) muss dort nicht einmal zerkleinert werden.


Es ist aber nicht nur die Kommune für alles verantwortlich. Auch unsere Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, hier verantwortungs- und umweltbewusst zu handeln.

Das Problem liegt dort, wo der Einzelne zu bequem ist, seine Kartons platt zu machen und in den Schlitz zu schieben. Sie werden lieber hinter oder neben die Container gestellt.

Nach mir die Sintflut – wird schon jemand wegräumen.


Das sind zusätzliche Aufgaben für die städt. Kräfte, die dann wieder von allen Bürgerinnern und Bürgern bezahlt werden müssen.

Mir persönlich ist zufällig aufgefallen, dass an zwei Standorten bergeweise Kartons lagerten. Leider hatte ich nur an einem Standort die Möglichkeit, Fotos zu machen.


Standort Doetkottenweg / Buterlandstraße: Hier kann man sehen, wie die Kartons einfach abgestellt wurden – bergeweise. Was man aber auch sehen konnte ist, dass die Kartons teilweise noch mit kompletten Adressen versehen sind.

So war es auch am Standort in Epe (Kreisverkehr bei Bügener). Hier handelte es sich um Adressen aus Enschede.

Wie kann man dieser vermüllten Sache Herr werden?

Mir fällt spontan ein, dass die Mitarbeiter der Stadt oder einer städt. Gesellschaft beim „Wegräumen“ des Unrates kurz schauen, ob sich Adressen auf den Kartons befinden – also ich habe an den zwei Standorten mind. 5 Adressen gesehen, eine habe ich auch fotografiert.

Wenn man diese Adressen hat, dann sollte man sie auch dazu nutzen, mit dem Empfänger Kontakt aufzunehmen und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten das zu ahnden. Ich glaube, das spricht sich rum und hält doch einige davon ab, Müll illegal zu entsorgen. Ferner bleibt zu überlegen, diese Standorte ausreichend zu beleuchten, denn ich bin davon überzeugt, dass die illegale Ablage meistens abends erfolgt. Auch sollten sich Gedanken über eine Video-Überwachung gemacht werden (allerdings ein heikles Thema). Aber irgendwas muss geschehen.

Hinzu kommt auch noch, dass Kleidersammelbehälter auf Privatgrundstücken in unmittelbarer Grenze zu öffentlichen Straßen oder Wegen aufgestellt werden. Diese werden auch gerne zum Abstellen des Hausmülls, Gartenabfälle oder sonstigem Unrat genutzt.

Ich schlage vor, dass sich die Verantwortlichen der Kommune mit Bürgern zusammensetzen und nach einer gemeinsamen Lösung suchen. Mir ist bewusst, dass es ein schwieriges Thema ist, aber wenn schon mal eine „Visitenkarte“ auf dem Müll zu sehen ist, dann sollte und muss gehandelt werden. Nichtstun hilft uns auch nicht weiter.

Standort Privatgrundstück Zobelstr. / An der Ziegelei (ehem. Jägerhof)

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