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Leserbrief zum WN-Artikel "Finanzielle Pflaster kleben"

Unbürokratisch finanzielle „Pflaster kleben“...

heißt es in der WN Gronau, denn der Verein Menschen in Not und der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie der Stadt Gronau besiegeln eine Kooperation, die in unseren Augen eine sinnvolle Hilfe für viele Gronauer und Eperaner ist.

Auch die Angebote der Tafel, die Wunschbaum-, die Sternschnuppen- und die Schultornisteraktionen für bedürftige Familien sind wichtig und kaum noch weg denkbar. Diese Hilfen werden in unserer Stadt durch sehr engagierte Ehrenamtliche und zahlreiche großzügige Sponsoren möglich gemacht. Unverzichtbare, lobenswerte Hilfen für Familien und einzelne Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt aus dem Engagement der Gesellschaft geschaffen.

Kinderarmut und Altersarmut ist in Gronau leider kein unbekanntes Thema. Gerade die Kinderarmut ist auch in Gronau eine Großbaustelle. Laut Bertelsmann Studie sind 2,8 Millionen Kinder unter 18, das sind 21,3 Prozent in Deutschland, von Armut betroffen. In Ostdeutschland konnte die Zahl von 2014 bis 2019 von 22,1% auf 16,9% gesenkt werden.

Die Zahl der in Gronau von Armut betroffenen Kinder liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt und die Vermeidung von Armut muss auch in Gronau und Epe Priorität haben. Nur wenn Kinder in finanzieller Sicherheit aufwachsen, ihnen gute Kitas und Ganztagsschulen zur Verfügung stehen, haben sie die gleichen Bildungs- und Teilhabechancen wie Kinder gut situierter und abgesicherter Familien.

In kaum einem anderen Land hängt die Bildung von Kindern so von dem Geldbeutel der Eltern ab, wie in unserem reichen Industrieland Deutschland. Kinder, die keinen PC oder ein eigenes Zimmer zur Verfügung haben, die nicht an Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten teilnehmen können, sind eindeutig benachteiligt.

Die Bertelsmann Stiftung bietet auch Lösungsansätze an, wie die gravierende Veränderung unseres Sozialversicherungssystems oder die Einführung von familienpolitischen Aspekten, die Kinderarmut vermeiden.

Je mehr freiwillige Angebote engagierte Bürger für benachteiligte Kinder und ihre Familien schaffen müssen, umso höher ist der Arbeitsauftrag an die Politiker endlich gegen zu steuern. Hier sehen wir auch eine wichtige Aufgabe für unsere Wählergemeinschaft.

Silke Elsbernd

Annette Jüttner

Sandra Hüsing

Simone Oberrecht


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