Blockade als Politik?

Heutiger Leserbrief in den WN:


Das Café Grenzenlos will sozio-kulturelle Aktivitäten für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen in Gronau bündeln. Der Mietvertrag für einen neuen Standort am Kurt-Schumacher-Platz ist unterschriftsreif. Nun soll das Projekt nicht durch Mittel aus dem Programm zur Aktivierung der Innenstädte gefördert werden, das hat eine Mehrheit der Fraktionen der UWG, FDP und CDU im Stadtrat beschlossen. Das politische Niveau dieser Entscheidung ist kaum noch zu unterbieten! Wissen die Fraktionsmitglieder eigentlich, was sie hier tun? Haben sie das Konzept des Vereins überhaupt zur Kenntnis genommen? So jedenfalls wird bürgerschaftliches Engagement in Gronau systematisch verhindert und mit Füßen getreten!

Das NRW-Förderprogramm richtet sich ausdrücklich an frequenzbringende Angebote, die in die Innenstadt locken. Dazu gehören Einkehrmöglichkeiten, aber auch Räume für kulturelle und regionale Initiativen etc.

Genau solche Nutzungen will das Café Grenzenlos als gemeinnütziges sozio-kulturelles Zentrum ermöglichen. Das konnte 2020 schon in der Praxis mit diversen Ausstellungen und Events gezeigt werden, trotz Corona-Einschränkungen.

Das Landesprogramm, so schreibt Kratzke im Blickpunkt, „ist die Aufforderung zum Experimentieren“, zur Belebung der Innenstädte, die sich nicht nur in Gronau in einer tiefgreifenden Krise befinden. Doch eine Ablehnungsmehrheit in Gronau blockiert – wie lange kann die Stadt sich solche Verweigerung noch leisten?

Dr. Eva Eckel, Dr. Stefan Kuhlmann-Eckel (Stellv. Vorsitzender Grenzenlos e.V.), Alstätter Str., Gronau


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