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Arbeitskreis Wasser der Wählergemeinschaft Epe und Gronau


Die WEG hat am Samstag, den 20. Februar 2021 einen Arbeitskreis Wasser gegründet. Mitglieder des Arbeitskreises sind Iris Meyer, Andre Mönsters (Mitglieder im Sportauschuss), Christian Jüttner, Mechthild Odenbach und Birgit Hüsing-Hackfort (Mitglieder im Schulausschuss).

Sachlage und Konzept zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit der Kinder und Jugendlichen in Gronau und Epe

KIGGS Studie des Robert Koch Instituts (RKI), 2015:

„Um sich im Wasser angstfrei und sicher zu bewegen, ist es wichtig, schwimmen zu können. Wer nicht oder nicht ausreichend gut schwimmen kann, droht im schlimmsten Fall zu ertrinken.

Das Schwimmen besitzt ein großes Potenzial in der Gesundheits- und Entwicklungsförderung von Kindern.

Es wird die Empfehlung ausgesprochen, dass Kinder möglichst früh das Schwimmen lernen sollen. Als optimales Alter für die Teilnahme am Anfängerschwimmkurs wird ein Alter von fünf Jahren angegeben.“


Der Erwerb der frühzeitigen Schwimmfähigkeit ist kein Luxus, sondern überlebensnotwendig, darin sind sich Experten aus der Politik und Wissenschaft einig. Zur Erlangung der Schwimmfähigkeit ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Wassergewöhnung zu beginnen.


IST-Lage in Gronau und Epe:

Durch die Badschließung des Antonius-Hospitals und die nicht ausreichenden Kapazitäten im Gronauer Hallenbad ist es im Bereich der Schwimmkurse zu einer Schieflage in Gronau gekommen. Die Coronapandemie verschärft diese Entwicklung.

Zusätzlich ist der Wegfall von 39 Kneipp Wassergymnastik Kursen mit rund 600 Teilnehmer/innen zu beklagen.

Ein großer Teil der Gronauer und Eperaner nutzen externe Angebot im Schwimmbad Kloster Bardel, Linds Welness Overdinkel, Aquahaus Ahaus und Kurbad Bad Bentheim.


Zahlen aus Gronau:

Gesamtschule Gronau: Von 135 Fünftklässlern können ca. 20 – 25 Kinder nicht schwimmen, das sind 18,3 % der Kinder

Grundschule in Gronau: Pro Schulklasse können 2-5 Kinder schwimmen, die anderen Kinder sind Nichtschwimmer

Kinder und Jugendliche aus sozialbenachteiligen Familien und Kinder mit Migrationshintergrund zählen in Gronau besonders häufig zu den Nichtschwimmern.


Aus der Umfrage des Deutschen Lebens- und Rettungsgesellschaft (DLRG), 2017

• bis zu 60% der Grundschüler sind Nichtschwimmer

• 25% der Grundschulen haben keinen Zugang zu einem Schwimmbad


Ursachen für diesen Trend:

• Bäderschließungen

• Umwandlung in Spaßbäder

• nicht für die Lebensrettung ausgebildete Grundschullehrer/innen

• verschobene Freizeitinteressen der Kinder und Jugendlichen

• bei Kindern mit Migrationshintergrund ist das Schwimmen in den Herkunftsländern oft nicht üblich

• bei Kindern aus armen Familien werden darüber hinaus Kostengründe genannt


Die Konsequenz ist, dass es immer mehr tödliche Badeunfälle gibt. Die Zahl der Ertrinkungstoten in NRW ist wachsend.


Konzept zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit für Kinder aus Epe und Gronau

• Schaffung eines zusätzlichen Lernschwimmbeckens in Gronau

• Ausbau des Schwimmprojektes Seepferdchen der Bürgerstiftung Gronau in Kooperation mit Kitas und Eltern

• Angebot für 560 Fünfjährige Kinder in Kleingruppenkursen von fünf teilnehmenden Kinder jährlich schaffen (112 Kurse), plus Anschlusskurse für Kinder die länger als 12 Tage brauchen, um das Seepferdchen zu erhalten

• Ausbau der Nutzungsmöglichkeiten des Hallenbades der Grund- und weiterführenden Schulen, zur Festigung des Seepferdchen bzw. Schwimmfähigkeit

• Ausbau der Nutzungsmöglichkeiten der Schwimmvereine Epe und Gronau


Der Wählergemeinschaft Epe und Gronau ist es wichtig, langfristige und nachhaltige Lösungen zur Verbesserung der Schwimmfähigkeiten unserer Kinder in unserer Kommune zu finden. Dazu ist die Erarbeitung eines Konzeptes aller relevanten Beteiligten erforderlich.

Information zum

Projekt Seepferdchen der Bürgerstiftung Gronau

Ich mache das Seepferdchen - Schwimmen lernen kinderleicht! Es ist die erste Maßnahme, die die vom Regierungspräsidenten offiziell anerkannte Stiftung realisiert. „Es gab verschiedene Ideen“, sagt Vorsitzender Wilfried Schlimm. Vorteil dieser Aktion: Sie konnte zügig umgesetzt werden. Nur zwei Monate nach Aufgreifen der Idee sind die ersten Erfolge sichtbar. Die Stiftungsverantwortlichen sahen Handlungsbedarf: Denn nur noch jedes zweite Kind unter zehn Jahren lernt schwimmen. Das hat die DLRG 2010 in einer Studie festgestellt. Diese Entwicklung soll in Gronau und Epe nicht eintreten. Einige Kindergärten bieten daher schon länger Schwimmkurse an – was für sie durchaus logistischen Aufwand bedeutet. Die Bürgerstiftung will trotz dieses Aufwands alle Kindertagesstätten motivieren, Schwimmkurse anzubieten. Sie möchte aber nicht nur die Lehrgänge kofinanzieren, sondern auch für Nachhaltigkeit sorgen. Sie sucht daher „Schwimmpaten“, die den Kindern zum Beispiel die Chance bieten, durch regelmäßige gemeinsame Besuche im Schwimmbad und die Übernahme der Eintrittskosten die Schwimmfähigkeit der Kinder zu festigen.

Wer Interesse hat, kann sich unter der E-Mail-Adresse schwimmpate ¬@-buergerstiftung-gronau.de melden.

Das konkrete Projekt haben die Stadtwerke und die Volksbank gefördert, die der Stiftung einen entsprechenden Betrag zur Verfügung gestellt haben. Die Stiftungserträge selbst werden dadurch geschont – es bleiben mehr Mittel für weitere Projekte.

Artikel aus der WN: „Ich mache das Seepferdchen - Projekt der Bürgerstiftung geht in die nächste Runde“

Zu einer Feedback-Runde trafen sich Vertreter der Bürgerstiftung Gronau und der Stadtwerke Gronau GmbH gemeinsam mit den Leitungen der im Rahmen des Projekts „Ich mache das Seepferdchen - Schwimmen lernen kinderleicht -”teilgenommenen Kindergärten. In der Hallenbadsaison 2015/2016 haben insgesamt fünf Kindergärten Schwimmkurse über die Stadtwerke Gronau GmbH absolviert. Dies waren die Kindergärten St. Antonius Gronau, St. Josef Epe, das Familienzentrum Wittekindshof, die Kindertagesstätte Pusteblume und das DRK-Familienzentrum „Zum Regenbogenland“. Mehr als die Hälfte aller Kinder, die das Seepferdchen erlangen konnten, sind von der Bürgerstiftung Gronau gefördert worden. Die Bürgerstiftung Gronau konnte 29 Kindern ermöglichen, vor Eintritt in die Grundschule, das Schwimmen zu erlernen. Die Verantwortlichen zogen für die vergangene Saison eine positive Bilanz und legten die Eckdaten für die Schwimmkurse in der Hallenbadsaison 2016/2017 fest. Für die nächste Saison haben die fünf teilnehmenden Einrichtungen bereits die neuen Schwimmkurse bei der Stadtwerke Gronau GmbH gebucht. Auch in der nächsten Saison wird die Bürgerstiftung Gronau wieder diejenigen Kinder fördern, deren Eltern nicht in der Lage sind, die Kosten für den Schwimmkurs zu tragen. Die Projektleiterin der Bürgerstiftung Gronau, Frau Tanja Sanft, begrüßte die Zukunft des Projekts „Noch immer können viele Kinder nicht schwimmen. Die Bürgerstiftung ist stolz darauf, hieran etwas zu ändern und Kinder zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen und der Stadtwerke Gronau GmbH läuft Hand in Hand, wir würden uns freuen, wenn das Projekt noch ausgeweitet werden könnte und weitere Kindergärten sich an dem Projekt beteiligen würden.“


Aktuelles aus der WN: „Ich mache das Seepferdchen - Projekt der Bürgerstiftung geht in die nächste Runde“



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