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Überflüssige Frontalangriffe

Leserbrief WN vom 04.01.2022


Reaktion auf den Leserbrief von Jens Steiner (WN vom 28. Dezember):

Jens Steiner von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag macht sich Gedanken zur Flüchtlingsbetreuung in Gronau und schießt massiv gegen die Erste Beigeordnete der Stadt, die das sinkende und stark beschädigte Schiff „Chance“ als kommissarische Geschäftsführerin übernommen hat, nachdem die alte Geschäftsführerin durch Mehrheitsentscheidung nicht mehr in Diensten der Chance ist. Es entsteht der Eindruck, dass Jens Steiner als Sprachrohr eines politischen Freundes aus Gronau dient. Es mag sein, dass die Grünen den ausgearbeiteten Vorschlag der Ersten Beigeordneten anzweifeln und Prüfung und Beratung forderten, aber der Rat hat anders entschieden. Dass das Konzept Schiffbruch erlitten hat, sehe ich nicht, denn die Arbeit wird nun beginnen. Die Flüchtlinge, die in der Übergangsphase Hilfe benötigen, stehen ja nun nicht im Regen. Die Stadt hat einen guten Integrationsbeauftragten, verschiedene Dienste, in denen Beratung und Hilfe möglich sind, sowie ein sehr gutes Netzwerk aus Ehrenamtlichen. Ich vermute, dass die ehemaligen, hochmotivierten sowie sozial eingestellten Chance-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus der Flüchtlingshilfe im Falle eines Falles auch als Ansprechpartner für hilfesuchende Flüchtlinge zur Verfügung stehen. Der Beigeordneten einen organisatorischen Totalschaden vorzuwerfen, ist überzogen und genährt aus der Verbitterung der getroffenen Entscheidungen. Was rund um die Tochtergesellschaft „Chance“ passiert ist und wo die Tochtergesellschaft „Chance“ nun steht, hat nicht die Erste Beigeordnete verursacht. Den Schiffbruch, den die „Chance“ erlitten hat, haben bekanntlich andere zu verantworten. Die daraus erfolgten Konsequenzen hat eine Mehrheit getroffen, auch wenn das weh tut. Nun gilt es in den Gremien der „Chance“ und im Rat zu entscheiden, wie es mit den verbliebenen Bereichen der „Chance“ weitergeht. Die verbitterten Kritiker sollten das Thema nun konstruktiv im Sinne der „Chance“ angehen und nicht weiter in überflüssigen Frontalangriffen an den Skandal Chance im Gesamtkontext erinnern.


Birgit Hüsing-Hackfort


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